Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) - Heilkräuter & Heilpflanzen

Die Heidelbeere - eine wertvolle Heilpflanze am Wegesrand!

Heidelbeere Heilwirkung - die medizinische Wirkung sowie deren Anwendung, Herkunft, die verwendbaren Pflanzenteile, Erntezeit, Rezepte, Inhaltsstoffe und die richtige Zubereitung!

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Heilpflanze - Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus)!

Die Heidelbeere, eine der neuen Superfoods

Der botanische Name der Heidelbeere lautet Vaccinium Myrtillus. Dabei bezeichnet Vaccinium die Pflanzengattung und Myrtillus bezeichnet die Pflanzenart. Da Heidelbeeren Ähnlichkeit mit der Myrte hat und beide ledrige Blätter haben, erhielt die Heidelbeere die Bezeichnung Myrtillus, da ihre Blätter kleiner sind als die der Myrte. Die Heidelbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist auf der gesamten nördlichen Halbkugel in kalten und gemäßigten Zonen zu finden. Bei uns in Deutschland findet man Sie in Wäldern, auf Heiden und in Torfmooren. Ihre Sträucher werden bis zu 50 Zentimeter hoch und wachsen buschig. Die Blüten befinden sich einzeln oder zu zweit in den Achsen der Blätter. Sie sind grünlich bis blassrosa. Die Blütezeit der Heidelbeere liegt zwischen April und August. Die runden, blauschwarzen Beeren reifen von Juli bis September. Die Blätter der Heidelbeere fallen im Herbst ab.

 

Die Bedeutung der Heidelbeere in der Volksheilkunde

Im Mittelalter fand die Heilwirkung der Heidelbeere zum ersten Mal Erwähnung in einem der Kräuterbücher der Hildegard von Bingen. Die Heidelbeere wurde als Sirup, Mus oder Wein zu Heilzwecken eingesetzt. Auch heute noch werden in der Volksheilkunde reife frische und getrocknete Heidelbeeren und auch die Laubblätter verwendet. Da die Laubblätter der Heidelbeere giftig sind, ist davon abzuraten, sie als Heilmittel einzusetzen. Die frischen Früchte gelten heute vorrangig als Nahrungsmittel und werden wegen ihres hohen Vitamingehaltes sehr geschätzt. Sie werden oft zur Herstellung von Marmelade eingesetzt.

 

Zu medizinischen Zwecken werden eher getrocknete Heidelbeeren eingesetzt. Sie haben unter anderem die folgende Wirkung:

 

  • sie wirken entzündungshemmend,
  • sie helfen bei Durchfall und
  • sie unterstützen die Wundheilung.

 

Vorkommen von Heidelbeeren

Waldheidelbeeren wachsen vorwiegend auf der nördlichen Halbkugel in gemäßigten und kälteren Zonen. Als Kulturen werden sie in Europa und auch in Übersee angebaut. Daher sind sie im Lebensmittelhandel heute ganzjährig verfügbar, während Waldheidelbeeren nur noch selten angeboten werden. Die Kulturheidelbeeren, die in Deutschland angebaut werden, wurden von der amerikanischen Heidelbeere gezüchtet. Es wurden davon in den letzten 100 Jahren mehr als 100 Sorten gezüchtet. In Europa wurde die Kulturheidelbeere im Jahr 1923 zum ersten Mal in den Niederlanden angepflanzt. In Deutschland wurde sie 1930 auf Betreiben des Botanikers Wilhelm Heermann um 1930 angepflanzt. Sie wird hauptsächlich in Brandenburg, Oldenburg, in der Lüneburger Heide und in Süddeutschland angebaut. Die in Deutschland angebauten Sorten sind sehr kältebeständig und überstehen auch längere Trockenperioden. Sie sind nicht sehr anfällig für Krankheiten.

 

Die Ernte der blauen Super-Früchte Heidelbeere

Die Ernte der Heidelbeeren oder Blaubeeren, wie sie auch noch genannt werden, beginnt im Juli und hält bis zu 12 Wochen an. Spitzenpflanzen liefern eine Ernte von bis zu 20 Kilogramm der blauen Beeren. Durchschnittlich erbringt ein Strauch einen Ertrag von fünf Kilogramm. Heidelbeeren werden bei uns manuell gepflückt, während in den Vereinigten Staaten spezielle Erntemaschinen zur Ernte eingesetzt werden. Da die Beeren unterschiedliche Reifezeiten haben, wird mehrmals geerntet, wobei ein erfahrener Pflücker bis zu acht Kilogramm pro Stunde pflücken kann. In Deutschland werden jährlich rund 8.000 Tonnen Heidelbeeren geerntet. Auch im Wald kann man zwischen Juli und September reife Blaubeeren finden. Die genaue Erntezeit ist abhängig von der Witterung und der Lage. Heidelbeeren können auch im eigenen Garten angebaut werden.

 

Welche Heilwirkung kann von Heidelbeeren erwartet werden

Heidelbeeren gelten als sehr gesund und werden meist als Nahrungsmittel beispielsweise für Marmelade, als Kuchenbelag oder im Kuchen verwendet. Sie haben allerdings auch viele medizinische Auswirkungen, die im Folgenden genauer erläutert werden:

 

Heidelbeeren gegen Krebs

Krebserkrankungen werden vorwiegend von freien Radikalen verursacht. Antioxidantien, die auch in der Heidelbeere vorkommen, absorbieren die freien Radikale und verringern so die Gefahr von Krebserkrankungen. Zu den Antioxidantien zählen auch die Anthocyane, die in der Heidelbeere reichlich vorhanden sind.

 

Heidelbeeren gegen Diabetes

Die Insulinresistenz ist einer der Hauptgründe für den Typ-2-Diabetes. Eine aktuelle Studie mit übergewichtigen Personen, die gefährdet waren, an Diabetes zu erkranken, ergab, dass der täglich Verzehr von Heidelbeeren die Insulinsensibilität der Kandidaten erhöhte und ihre Blutzuckerwerte verbesserte. Die gefährlichen Entzündungsbotenstoffe, die im Fettgewebe produziert werden, und eine Insulinresistenz fördern, verringerten sich.

 

Heidelbeeren gegen Arteriosklerose

Die Anthocyane verhindern Ablagerungen in den Arterien, die zu Gefäßverengungen führen und folglich zu Thrombosen, Schlaganfällen und Herzinfarkten führen können. Laut Studien wird auch der Cholesterin Stoffwechsel begünstigt.

 

Heidelbeeren gegen Entzündungen

Der hohe Gehalt an Gerbstoffen in den Heidelbeeren hemmen Entzündungen, da sie adstringierend und keimtötend wirken. Schon in der Volksheilkunde wurden Zahnfleischentzündungen, Magen-Darm-Probleme, entzündliche Ekzeme und schlecht heilende Wunden mit Heidelbeeren behandelt.

 

Heidelbeeren zur Stärkung des Gedächtnisses und zur Unterstützung des Gehirnstoffwechsels

Mehrere Studien haben gezeigt, dass der täglich Verzehr von Heidelbeeren bei älteren Menschen die Leistung des Gedächtnisses stark verbessert. Die Anthocyane in den Heidelbeeren helfen biochemische Abfallprodukte im Gehirn zu beseitigen und regen außerdem die Bildung neuer Gehirnzellen an. Die Informationsübertragung zwischen den Neuronen wird verbessert. Forscher der Universität in Regensburg entdeckten, dass Anthocyane den Abbau wichtiger Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin verlangsamen und so den Gehirnstoffwechsel positiv beeinflussen. Patienten mit Parkinson oder Depressionen kann so geholfen werden, da diese Erkrankungen mit Dopamin- oder Serotonmangel in Verbindung stehen.

 

Heidelbeeren gegen Herzerkrankungen und zur Senkung von Bluthochdruck und Cholesterin

Die Polyphenole in den Heidelbeeren besitzen antioxidative Eigenschaften, die vor Herzkrankheiten schützen können. Der oxidative Stress verursacht in den Herzzellen Entzündungen und kann zu Zelltod und Herzerkrankungen führen.
Die Stickoxide in den Heidelbeeren erhöhen den Blutfluss und senken den Blutdruck. Auch oxidativer Stress in den Nieren und Blutgefäßen trägt zu erhöhtem Blutdruck bei, der durch die Anthocyane und das Vitamin C in den Heidelbeeren reduziert wird.

 

Blaubeeren für gesunde Knochen

Die folgenden essenziellen Nährstoffen in den Heidelbeeren sind wichtig für die Erhaltung von gesunden Knochen:

  • Mangan
  • Kupfer
  • Bor
  • Eisen
  • Zink
  • Vitamin A
  • Vitamin K
  • Vitamin C
  • B Vitamine

Die Festigkeit der Knochen wird durch oxidativer Stress und durch Alter vermindertes Östrogen verringert. Das Resveratrol in Heidelbeeren aktiviert das Sirt1-Gen und beugt dem Knochenabbau im Alter vor.

 

Potenzielle Lebenserhöhung durch Heidelbeeren

Heidelbeeren enthalten Polyphenole und Resveratrol. Beide Stoffe können die Langlebigkeit erhöhen und altersbedingte Nebenwirkungen verringern. Auch die Proanthocyanidine (Polyphenolen) in den Heidelbeeren schützen das Herz und verlängern dadurch die Lebensdauer. Oxidativer Stress wird durch die Polyphenole reduziert und der Alterungsprozess wird hinausgeschoben.

 

Heidelbeeren zur Gewichtsabnahme

Heidelbeeren enthalten viele Ballaststoffe, die das Sättigungsgefühl verstärken und die Fettspeicherung verringern. Die Anthocyane in den Heidelbeeren haben einen positiven Einfluß auf die Fettleibigkeit und auf Stoffwechselkomplikationen. Sie lindern auch die Insulinresistenz und senken das Cholesterin durch Unterdrückung der Fettproduktion und Fettspeicherung im Körper.

 

Wissenschaftliche Studien mit Heidelbeeren

Kürzlich wurde im Journal of Nutrition von Dr. Xianli Wu veröffentlicht, dass Heidelbeeren der Arteriosklerose vorbeugen, indem sie Ablagerungen in den Blutgefäßen verhindern. Eine weitere Studie hat gezeigt, dass Menschen mit einem hohen Konsum an Heidelbeeren nicht so schnell an Parkinson erkranken, weil die Inhaltsstoffe in den Heidelbeeren die Nerven schützen. Die in den Heidelbeeren enthaltenen Gerbstoffe unterstützen die Wundheilung, mindern Hautentzündungen, heilen entzündete Schleimhäute und lindern Schmerzen. Frische Heidelbeeren kurbeln die Verdauung an und getrocknete Heidelbeeren helfen bei Durchfallerkrankungen.

 

Heidelbeeren sind auch hilfreich bei:

  • Krampfadern,
  • Sehschwäche und
  • Schmerzen bei Geschwüren im Magen und Darm.
  • Heidelbeeren haben eine positive Wirkung auf die Herz-Kreislauffunktion. Sie helfen den Schleimhäuten bei der Regeneration und wirken adstringierend.
  • Auch als Nahrungsmittel sind Heidelbeeren sehr gesund dank ihrer ausgewogenen Inhaltsstoffe. Sie enthalten viele Vitamine, vor allem Vitamin C und E, die das Immunsystem stärken. Außerdem enthalten sie Ballaststoffe, die den Stoffwechsel anregen. Heidelbeeren sind sehr kalorienarm.
  • Heidelbeerblätter vermindern die Beschwerden bei Arthritis oder Gicht.
  • Sie wirken sich positiv auf den Insulinspiegel aus und wirken unterstützend bei Nieren- und Harnwegsbeschwerden oder bei Kreislaufschwäche.

Eine Tagesdosis von maximal 60 Gramm getrockneter Heidelbeeren ist sehr empfehlenswert. Bei Durchfall kann Heidelbeertee helfen. Frische Heidelbeeren sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden und schnell verzehrt werden. Heidelbeeren haben keinerlei Nebenwirkungen und können ohne Bedenken verzehrt werden.

 

Verwendbare Pflanzenteile von Heidelbeeren

Heidelbeeren werden entweder frisch oder auch getrocknet verzehrt. Aus ihnen kann auch Tee gekocht werden, der hilfreich bei Beschwerden in Magen und Darm ist. Betroffene sollten täglich ein bis drei Tassen von diesem Tee trinken. Aus Heidelbeeren kann auch eine Mundspülung hergestellt werden, die gegen entzündliche Stellen im Mund und Rachen hilft. In der Pharmaindustrie werden Heidelbeeren eingesetzt, um Arzneimitteln gegen Nachtblindheit herzustellen. Heidelbeerextrakt wird als Nahrungsergänzungsmittel in Apotheken oder Drogerien verkauft. Sie wirken gegen Herzkrankheiten und Darmentzündungen.

 

Anwendung von Heidelbeeren

Für Heidelbeeren gibt es verschiedene Anwendungsgebiete. Getrocknete Heidelbeeren werden innerlich bei Durchfallerkrankungen eingesetzt. Frische Heidelbeeren wirken leicht abführend. Äußerlich werden Heidelbeeren zur Behandlung von Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen eingesetzt. Sie sind allerdings nicht als Arzneimittel registriert. Aus frischen Heidelbeeren werden Anthocyane für Fertigarzneimittel gegen Nachtblindheit gewonnen. Sie verbessern generell die Sehleistung bei Dunkelheit. Getrocknete Heidelbeeren sollten als Tagesration von 20 bis 60 Gramm verzehrt werden.

 

Heidelbeeren - Anwendung in der Küche

In der Küche werden Heidelbeeren zur Saftgewinnung für Shakes oder zur Herstellung von Marmelade benutzt. Sie können auch in Pfannkuchen, Muffins oder ins Morgenmüsli gegeben werden. Frische oder eingemachte Heidelbeeren werden als Kuchen- oder Tortenbelag genommen. Getrocknete Heidelbeeren sind ein Bestandteil in Nussmischungen oder Müslis.

 

Heidelbeere - Die Anwendung in der Kosmetik

In der Kosmetik wird Heidelbeerextrakt in Gesichtscremes, Masken, Duschgels, Lippenpflegestiften, Haarfarben und Handseifen eingesetzt. Auch Mascara, Lidschatten und Kajalstifte haben Komponenten aus Heidelbeeren. Heidelbeeren werden auch als Duftaroma in Parfums verwendet. Auch Heidelbeeren wird auch Öl hergestellt, das viele Antioxidantien, Vitamine und Omega 3 und 6 Fettsäuren enthält. Das Öl verleiht der Haut Feuchtigkeit und steigert ihre Elastizität. Der angenehme Geruch des Öls hat eine positive Auswirkung auf die Stimmung und wirkt beruhigend. Es wird in Massageölen und in Seifen verwendet. Es ist für alle Hauttypen geeignet. Es wirkt lindernd bei Akne, Verbrennungen und bei Ekzemen.
Da es nur wenige Produkte mit Heidelbeeren auf dem Markt gibt, können Sie beispielsweise eine Feuchtigkeitsmaske selbst herstellen. Dann vermischen Sie jeweils eine halbe Tasse Heidelbeeren, Honig und Joghurt. Die Mischung wird auf das Gesicht aufgetragen und 10 bis 15 Minuten einwirken gelassen. Bei regelmäßiger Anwendung wird der Alterungsprozess der Haut vermindert und der pH-Wert der Haut wird reguliert.

 

Heidelbeeren haltbar machen

Damit Heidelbeeren länger verwendet werden können, gibt es folgende Methoden der Haltbarmachung:

  • das Einkochen
  • das Einfrieren
  • die Verarbeitung zu Heidelbeersaft
  • das Trocknen der Heidelbeeren

Es können aus Heidelbeeren auch schmackhafte Marmeladen und Kompott hergestellt werden. Eingefrorene Heidelbeeren können als Beeren Soße oder als Küchenzutat benutzt werden.

 


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Wertvolle Inhaltsstoffe der Heidelbeeren

Die Heidelbeere ist eine der Früchte mit einem extrem hohen Anteil an Antioxidantien. Sie enthält viele Polyphenole wie Flavonoide und Phenol Säuren, die die Gefahr einer Krebserkrankung senken und Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen.
Heidelbeeren enthalten außerdem einen großen Anteil an Mineralstoffen wie Magnesiu, Eisen, Kalzium und Kalium. Ihr hoher Anteil an Ballaststoffen ist förderlich für die Verdauung. Die Gerbstoffe in der Heidelbeere entwässern, stillen Blutungen und beruhigen. In Heidelbeeren sind außerdem Vorstufen von Gerbstoffen, pflanzliche Farbstoffe, Caffeoylsäuren, die anregend wirken, Fruchsäuren, Pektine und Fruchtzucker enthalten. Die blauen Farbstoffe sind förderlich bei Krebs. Sie verhindern die Teilung von Zellen und können Tumorzellen abtöten und deren Blutvesorgung stoppen. Die Farbstoffe können auch zum Färben von Kleidern verwendet werden. Außerdem enthalten Heidelbeeren einen beachtlichen Anteil der Vitamine C, A, B, E und Beta-Carotin. Die Heidelbeere wirkt antibakteriell und verhindert, dass Bakterien sich an menschliche Zellen anheften. In den Heidelbeerblättern, die in der Medizin Anwendung finden, sind Gerbstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und weiterer medizinisch nützliche Bestandteile enthalten. Die Blätter werden zu Tee verarbeitet. Sie tragen dazu bei, das Fett im Blut zu reduzieren und vermindern die Wirkung von Viren. Heidelbeerblätter müssen allerdings vorsichtig dosiert werden, da sie Vergiftungen hervorrufen können.

 

Anbau von Heidelbeerpflanzen

Optimale Erde und Düngung der Heidelbeeren

Heidelbeerpflanzen bevorzugen Böden, die reich an Humus und arm an Nährstoffen sind. Dazu gehören Sand- und Moorböden. Sie lieben eine gleichmäßige Durchfeuchtung. Beim Boden sind pH-Werte von 4 bis 4,5 ideal. Die Wurzelentwicklung wird durch Sägespäne und Rinden Stückchen gefördert. Die Pflanzen sollten bei Trockenheit gewässert werden, damit die Wurzelballen nicht austrocknen. Die Heidelbeerpflanzen stammen aus Nordamerika. Sie sind sehr ertragreich und tragen große Beeren. Sie sollten einen windstillen und sonnigen Standort erhalten. Sie besitzen flache Wurzeln und müssen nicht sehr tief eingepflanzt werden. Eine Zugabe von Sand und Kompost ist empfehlenswert.
Bei der Ernte sollten nur wirklich reife Beeren gepflückt werden, denn Heidelbeeren reifen nicht nach. Generell nur wirklich reife Beeren pflücken!

 

Heidelbeere Vermehrung

Kulturheidelbeeren bilden im Gegensatz zu Waldheidelbeeren keine Wurzelausläufer aus und säen sich auch nicht selbst wieder aus. Sie können durch Absenker und Stecklinge vermehrt werden.

 

Heidelbeeren Vermehrung durch Stecklinge

Die Stecklinge sollten im Frühherbst nach der Ernte geschnitten werden. Es werden etwa 10 bis 15 Zentimeter lange Zweige von der Mutterpflanze abgeschnitten und in ein saures, relativ kalkfreies Substrat gesteckt. Die Stecklinge müssen gleichmäßig feucht gehalten werden. Dabei hilft eine Aufstellung im Gewächshaus oder eine Abdeckung mit Plastikfolie. Wenn die Bedingungen ideal sind, bilden die Stecklinge innerhalb von sechs bis acht Wochen Wurzeln aus.

 

Heidelbeeren Vemehrung durch Absenker

Heidelbeeren können auch durch das Herabbiegen eines Zweiges bis zum Erdreich vermehrt werden. Der Zweig wird dazu mit etwas Erde oder einen Stein beschwert. Er kann auch mit einem speziellen Drahthaken am Boden festgehalten werden. Die Bewurzelung des Zweiges dauert auf diese Art ein halbes Jahr bis zu einem Jahr.



Heidelbeere Inhaltsstoffe und wie sie wirken!

Wichtige Inhaltsstoffe der Heidelbeere sind:

 

  • Vitamin A, B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9, C, E, K
  • Betacarotin
  • Magnesium
  • Kalzium
  • Kalium
  • Ballaststoffe
  • Mineralstoffe
  • Niacin
  • Natrium
  • Schwefel
  • Chlorid
  • Glycoside
  • Apfelsäure
  • Zitronensäure
  • Mineralsalze
  • Protein
  • Natrium
  • Phosphor
  • Arginin
  • Kupfer
  • Tanin
  • Eisen
  • Zink
  • Mangan
  • 22 verschiedene Aminosäuren
  • Fluorid
  • Iodid
  • Magnesium
  • Pektin
  • Gerbstoffe
  • Flavanoide
  • Fruchtsäure
  • Anthocyane

Die Wirkungsweise dieser Stoffe sind:

 

  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • abführend
  • stopfend
  • adstringierend
  • antidiabetisch
  • antiseptisch
  • fängt freie Radikale
  • blutstillend

Heilwirkung der Heidelbeere bei:

Die Heidelbeere hilft bei Diabetes, Durchfall, Mundentzündung, Rachenentzündung, Verdauungsprobleme, Arteriosklerose, Blutdruck, Blasenentzündung, Blutkreislauf, Ekzem, Hämorrhoiden, Mundschleimhaut, Couperose, Hautprobleme, Blasenschwäche, Verstopfung, Blutungen, Erbrechen, Cholesterin, Vergiftungen, Geschwüre, Entzündungen, Nachtblindheit, Zahnfleischentzündungen.

 

Verwendbare Pflanzenteile bei Heidelbeeren:

Die Beeren und Blätter

 

Heidelbeeren Sammelzeit:

Juli bis September

     

Beliebte Heidelbeeren Produkte:

Heidelbeertee, Heidelbeer Tinktur, Heidelbeerlikör, Heidelbeerensaft

 



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Zubereitung und Rezepte von Heidelbeeren

Rezept: Heidelbeertee selber machen

Mit Heidelbeertee lassen sich leichte Durchfallerkrankungen bekämpfen. Auch für Magenbeschwerden und für Zuckerkranke ist der Tee geeignet. Die getrockneten Heidelbeeren, aus denen der Tee zubereitet wird, wirken gut gegen Entzündungen im Mund und Rachen. Die getrockneten Beeren werden für die Teebereitung gekocht. Dieser Tee kann bei Darmleiden über einen längeren Zeitraum getrunken werden. Der Heidelbeertee hat auch eine gute Wirkung auf die Blutbildung.


Rezept 1
Die getrockneten Beeren mit frischem Wasser übergießen und 10 bis 15 Stunden an einem warmen Ort zugedeckt ziehen lassen.


Rezept 2
1 Esslöffel getrocknete Heidelbeeren quetschen und mit 1 Tasse (2 ½ dl) Wasser aufkochen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und warm trinken.

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Rezept: Heidelbeer-Mundspülung selber machen

Für die Mundspülung setzen Sie einen Esslöffel (etwa 10 g) getrocknete Heidelbeeren mit 100 Milliliter Wasser an. Lassen Sie alles zehn Minuten lang kochen und gießen anschließend den Sud durch ein Sieb. Lassen Sie die Lösung erkalten und spülen Sie mehrmals täglich den Mund damit aus oder gurgeln Sie damit.

 

Rezept: Heidelbeerlikör selber machen

Der Heidelbeerlikör wird mit frischen Heidelbeeren, 40 prozentigem Waldhimbeergeist, Kandiszucker, Vanilleschote und Zimtstange angesetzt. Sie erhalten einen feinen Heidelbeerlikor, der im Winter pur als Likör getrunken werden kann, über Vanilleeis oder Vanillepudding, über Waffeln oder Pfannkuchen gegossen werden kann.

 
Rezept für ca. 1 200 ml

 
500 g frische Heidelbeeren
400 g Kandiszucker
700 ml Waldhimbeergeist (40 % vol.) oder 38% Vol. Obstbrand
1 ganze Vanilleschote
1 Zimtstange
Ca. 125 ml Wasser
1 TL Zitronensaft


Zubereitung:
Geben Sie die gewaschenen und abgetropften Heidelbeeren in eine große Glasschüssel oder ein großes Einmachglas und pürieren Sie si mit einem Stabmixer. Streuen Sie den Kandiszucker (weiß oder braun) darüber und vermischen sie alles. Gießen Sie den Waldhimbeergeist oder den Obstbrand darüber. Schlitzen Sie die Vanilleschote auf und geben sie mit der Zimtstange zu der Flüssigkeit. Rühren Sie alles mit einem sauberen Löffel um und lassen alles zugedeckt bei Zimmertemperatur etwa 4 Wochen lang ruhen. Während der ersten Wochen ab und zu umrühren, damit sich der Kandiszucker auflöst.

 
Für die Fertigstellung vom Heidelbeerlikör:
Entnehmen Sie die Zimtrinde und Vanilleschote aus der Flüssigkeit. Gießen Sie den Liköransatz durch ein feines Sieb in eine Schüssel und lassen sie alles gut abtropfen. Nicht ausdrücken, da der Likör sich eintrüben kann. 125 ml Wasser aufkochen und abkühlen lassen. 1 TL Zitronensaft unterrühren. Dieses Wasser durch den Heidelbeerrest durch das Sieb in den Heidelbeerlikor in der Schüssel laufen lassen. Danach den Früchterest entsorgen. Den Heidelbeerlikor nochmals durch ein sehr feines Sieb oder ein ausgekochtes Baumwolltuch gießen und danach, falls nötig, einmal oder mehrmals durch einen Kaffeefilter filtrieren. In Flaschen abfüllen und noch weitere sechs bis acht Wochen oder länger ruhen lassen. In der Adventszeit hat der Heidelbeerlikör dann sein volles Aroma erreicht und kann genossen werden.
100 ml von diesem Heidelbeerlikör selbst gemacht enthalten ca. 290 kcal und ca. 25 % Vol. Alkohol.

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Rezept: Heidelbeeren Tinktur selber machen

Für eine Heidelbeer Tinktur werden 2 -3 Handvoll Heidelbeeren in gutem Branntwein angesetzt. 14 Tage stehen lassen, damit die Tinktur durch eine lange Ziehzeit eine bessere Wirkung erreicht. Für eine schwache Dosierung werden dann 10 bis 12 Tropfen dieser Tinktur auf ein Stück Zucker gegeben. Für eine mittelstarke Dosierung nimmt man 30 Tropfen und für eine starke Dosierung 1 Teelöffel in warmem Wasser oder Wein. Die Tinktur wirkt gegen Durchfall und Ruhr. Die Dosierung richtet sich nach der Stärke der Erkrankung.

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Rezept: Heidelbeersaft selber machen

Zur Herstellung von Heidelbeersaft benötigen Sie die folgenden Zutaten:


2 kg Heidelbeeren
1 l Wasser
200 g Zucker
Honig


Zubereitung:
Heidelbeeren verlesen und waschen. Dann mit dem Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Etwa 10 Minuten lang kochen lassen. Danach die Heidelbeeren über einer großen Schüssel in ein Leinensäckchen füllen und das Säckchen über der Schüssel aufhängen. Die Heidelbeeren über Nacht abtropfen lassen und den Saft in der Schüssel am nächsten Tage mit Wasser und Zucker in einem Kochtopf geben und 5 Minuten aufkochen.

 
Aufbewahrung:
Den Saft in Flaschen abfüllen, die zuvor mit kochendem Wasser sterilisiert wurden. Die Flasche noch heiß zuschrauben. Zum Trinken den Heidelbeersaft mit Honig süßen.

 
Wirkung:
Der Saft dient als „Anti-Aging-Booster“. Er hemmt Viren, Bakterien und Pilze. Er wirkt gegen Entzündungen im Mund und im Rachen. Er hilft bei Durchfall, Darmerkrankungen und Darmentzündungen.

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