Kümmel (Carum carvi) - Heilkräuter & Heilpflanzen

Kümmel - eine wertvolle Heilpflanze am Wegesrand!

Kümmel Heilwirkung - die medizinische Wirkung sowie deren Anwendung, Herkunft, die verwendbaren Pflanzenteile, Erntezeit, Rezepte, Inhaltsstoffe und die richtige Zubereitung!

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Die Heilpflanze Kümmel (Carum carvi)

Ein Doldengewächs auf Wiesen

Die Kümmelpflanze ist eine weitverbreitete Wiesenpflanze. Sie gehört zu der Familie der Doldengewächse. Eine Kümmelpflanze hat eine rübenartige Pfahlwurzel, einen krautigen Wuchs und weiße bis rosafarbene Blüten. 
Verwandt ist der Echte Kümmel (Carum cavi) mit dem Kreuzkümmel (Cuminum cyminum), der allerdings in Vorderasien beheimatet ist, während der Echte Kümmel in Europa verbreitet ist. Kreuzkümmel ist im Geschmack intensiver, von seiner Verwendung her aber gleich mit dem Echten Kümmel.

 

Kümmel von anno dazumal bis heute

Kümmel ist schon seit der Antike als Gewürz- und Heilpflanze bekannt, wo er in Schriften als verdauungsfördernd beschrieben wird. Aber Funde bei Ausgrabungen zeigen, dass Kümmel schon sehr viel länger bekannt war und verwendet wurde. Eine äußere volkstümliche Anwendungsart, die im Mittelalter erstmals beschrieben wurde, war das Kümmeltuch. Man wickelte dabei Kümmelfrüchte in ein Tuch und erwärmte es über dem Herd. Das erwärmte Tuch legte man etwa bei Rheuma oder Zahnweh oder Kopfschmerzen auf die betroffenen Stellen. Da Kümmel durchblutungsfördernd ist, mag das durchaus eine Anwendungsmöglichkeit sein.

 

Kümmelpflanze Lebenskünstler

Der Echte oder Wiesenkümmel ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. In den Alpen kommt er auch in einigen Hochlagen vor. Die Kümmelpflanze ist wirklich vielseitig in ihrem Vorkommen. Man kann sie an feuchten Flussufern genauso antreffen wie in Parks. Auf Trockenwiesen und Geröllhalden kommt Kümmel ebenso vor wie in feuchten Wäldern und Gärten. Begriffe wie Unkraut und Anbaupflanze treffen beide auf Kümmel zu. Die zweijährige Pflanze ist also sehr anpassungsfähig. Aber natürlich wirken sich Standort und Bodenbeschaffenheit auf ihren Wuchs aus.

 

Die Ernte des Kümmels

Geerntet werden die Früchte der Pflanze. Umgangssprachlich wird oft von Kümmelsamen gesprochen aber genau genommen handelt es sich beiden kleinen braunen Körnern um die Früchte der Pflanze. Die Blütezeit des Kümmels erstreckt sich von Mai bis Juli. Dementsprechend ist die Erntezeit von Juni bis August. Geerntet werden aber nicht die vollreifen Früchte, sondern kurz vor der Vollreife. Man schneidet dann die Dolden zum Trocknen ab. Die abgeschnittenen Dolden werden in einen dunklen, belüfteten Raum gehängt. Hier können die Früchte schadlos nachreifen und trocknen. Nach dem Trocknen können die Kümmel-Früchte verwendet werden. Luftzug und Trockenheit sind wichtig, damit die Früchte nicht schimmeln. Ein Regentag zur falschen Zeit könnte die Ernte ebenfalls negativ beeinflussen.

 

Des Kümmels Besonderheiten

Kümmel hat verschiedene Heilwirkungen. Viele davon gehen auf die Wirkung der enthaltenen ätherische Öle zurück. Diese fördern die Durchblutung auf allen Wegen der Verdauung wie zum Beispiel der Magen- und Darmschleimhaut. 
Des weiteren glätten sie die Darmmuskulatur, wodurch Krämpfe sich entspannen können. Durch die antibakterielle und antimikrobielle Wirkung schützt Kümmel den Magen-Darm-Trakt zusätzlich. Zusammengefasst hat Kümmel folgende Eigenschaften: Kümmel ist antibakteriell, blähungswidrig, durchblutungsfördernd, krampflösend, magenstärkend,verdauungsfördernd, Gallenfluss und Magensaftbildung stimulieren.

 

Das tut Kümmel für uns

Die getrockneten Früchte des Kümmels helfen bei vielen Verdauungsproblemen. Sie machen schwere Speisen bekömmlicher, helfen bei Völlegefühl. Kümmel regt den Appetit an und hilft, Blähungen und Bauchkrämpfe loszuwerden. Dabei ist er auch für Kinder geeignet. Zur Durchblutungsförderung und Schmerzlinderung kann er auch äußerlich als Einreibung oder Gurgelmittel verwendet werden.

 

Können nur die Kümmel-Früchte verwendet werden?

Von der Kümmelpflanze können alle Bestandteile verwendet werden. Die Wurzeln können als Gemüse gekocht werden. Die Wurzeln kann man sich wie eine kleine Ausgabe der Zuckerrübe ohne Zucker vorstellen. Das Kochen von Wurzelgemüse ist zwar etwas in den Hintergrund getreten, doch wer Kümmel anbaut, findet vielleicht eine neue Alternative auf dem Teller.
Auch die Blätter können verwendet werden. Ähnlich wie Petersilie, Dill oder auch andere Kräuter können die dünnen Kümmelblätter zu Suppen, Soßen oder Salaten dazu gegeben werden. Allerdings ist der Geschmack der Blätter im Gegensatz zu den Früchten eher mild. Die getrockneten Früchte werden als Gewürz oder als Heilmittel verwendet. Als Gewürz können die Kümmelfrüchte entweder ganz oder gemahlen genutzt werden. Manchmal reicht auch ein Zerstoßen oder Zerquetschen der Früchte. Dann entfaltet sich der flüchtige Duft ganz wunderbar.

 


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Vielseitige Kümmelfrüchte

Die getrockneten Früchte haben eine breite Bandbreite an Verwendungsmöglichkeiten. Als Gewürz findet man sie im heimischen Würz-Regal genauso wie in vielen unterschiedlichen Lebensmitteln. Als Heilpflanze werden die Kümmelfrüchte als Tee oder Öl verwendet.

 

Kümmel auf Rezept

Bei der Zubereitung einiger Gemüsesorten wie zum Beispiel Kohl, die stark blähen, werden traditionell immer einige Kümmel-Früchte zugefügt. Man kann aber auch den feinen Geschmack der ätherischen Öle im Kümmel zur Verfeinerung von Soßen verwenden. Dazu sollte man frisch gemahlenen Kümmel verwenden. Einen besonderen Geschmack haben auch Käsesorten, die Kümmel enthalten. Schnittkäse mit Kümmel ist etwas Besonderes, ist optisch auffälliger und auch gesünder, da Kümmel die Fettverdauung anregt. Auch manche Brotsorten enthalten Kümmel. Neben dem Geschmack, fördert der Kümmel auch hier die Verdauung. Frisches Brot ist nicht für jeden leicht verdaulich. Der Kümmel unterstützt dabei.
Das traditionelle Braunkohl-Essen ist verdaulich gesehen auch keine leichte Angelegenheit. Deshalb wird ebenfalls traditionell ein Schnaps nach dem Essen gereicht. Die verdauungsfördernde Eigenschaft liegt aber in erster Linie dem zugesetzten Kümmel. Kümmelschnaps oder Kümmeltinktur selbst herzustellen ist eine recht aufwendige Prozedur. Einfach dagegen ist die Herstellung eines Kümmeltees. Noch einfacher ist die Verwendung eines ätherischen Kümmelöls.
Beim Tee werden zerstoßene getrocknete Kümmelfrüchte mit heißem Wasser übergossen und abgedeckt, damit die flüchtigen ätherischen Öle erhalten bleiben.

 

Kümmelfrüchte mögen es dunkel und trocken

Bei richtiger Lagerung ist Kümmel lange haltbar. Kümmel sollte trocken gelagert werden. Hebt man Kümmel in gut verschlossenen Behältnissen auf und schützt ihn vor Licht, bleiben sein Geschmack und seine guten Eigenschaften lange erhalten. Da die enthaltenen ätherischen Öle sich schnell verflüchtigen, sollte Kümmel immer erst frisch vor der Verwendung gemahlen werden. Ungemahlen helfen die Öle, Schimmelpilze von den Früchten fernzuhalten.

 

Wertvolle Inhaltsstoffe des Kümmels

Die typischsten Inhaltsstoffe des Kümmel sind seine Ätherischen Öle. Die Hauptbestandteile davon sind Carvon und Limonen. Ätherische Öle duften nicht nur gut, sie greifen auch genauso wie andere Pflanzenstoffe in die Abläufe unseres Körpers ein und leisten dabei wertvolle Dienste. Weitere Inhaltsstoffe des Kümmels sind pflanzliche Öle, Polysaccharide, Proteine, Cumarine und Flavonide.

 

Vielfache Anwendungen - einfache Vermehrung der Kümmelpflanze

Kümmel wird durch Samen vermehrt. Die Samen werden im März direkt in die Erde gesät. Kümmel-Samen haben durch das enthaltene ätherische Öl eine lange Haltbarkeit aber auch eine verlängerte Keimzeit. Das ätherische Öl enthält eine Art natürliches Pestizid und hat antimikrobielle Eigenschaften, was die gute Haltbarkeit erklärt. Auch Frost ist für den ausgesäten Samen kein Problem. Im ersten Jahr wächst nur eine kleine Kümmelpflanze heran. Deshalb kann sie auch als Unterbepflanzung verwendet werden. Erst im zweiten Jahr erreicht Kümmel seine volle krautige Gestalt, Wuchshöhe und Blüte.

 

Welchen Boden mag Kümmel am liebsten?

Kümmel gedeiht auf sandigen und lehmhaltigen Böden gleichermaßen. Für den Anbau im Garten ist allerdings lehmhaltiger Boden vorzuziehen. Die Pflanzen werden dann kräftiger und die Ernte könnte besser ausfallen. Da der Kümmel eine anspruchslose Pflanze ist, ist eine weitere Düngung auf lehmhaltigen Böden nicht erforderlich. Auf sandigen Böden sollte man nach Bedarf düngen. Das kann je nach den Wetterverhältnissen verschieden sein. Auch die Entscheidung, ob der Kümmel allein steht oder in Kombination mit anderen Pflanzen, kann sich auf den möglichen Dünge-Bedarf auswirken. In der Regel kommt der genügsame Kümmel aber ohne zusätzliche Düngung aus.



Kümmel Carum carvi Inhaltsstoffe und wie sie wirken!

Wichtige Inhaltsstoffe von Kümmel sind:

 

  • Ätherische Öle
  • Carvon
  • Carveol
  • Limonen
  • Myrcen
  • Pinen
  • Gesättigte Fettsäuren
  • Ungesättigte Fettsäuren
  • Ballaststoffe
  • Protein
  • Natrium
  • Kalium
  • Kalzium
  • Vitamin A, B6
  • Ascorbinsäure
  • Eisen
  • Magnesium
  • Gerbstoffe
  • Flavanoide
  • Kaffeesäure
  • Cumarine
  • Harze

Die Wirkungsweise dieser Stoffe sind:

 

  • anregend
  • antibakteriell
  • appetitanregend
  • auswurffördernd
  • blähungswidrig
  • durchblutungsfördernd
  • entspannend
  • erfrischend
  • tonisierend
  • fungizid
  • galletreibend
  • keimhemmend
  • krampflösend
  • menstruationsfördernd
  • milchbildungsfördernd
  • verdauungsfördernd

Heilwirkung von Kümmel bei:

Kümmel hilft bei Blähungen, Appetitlosigkeit, Darmkrämpfe, Dreimonatskoliken, Fettverdauungsprobleme, Gallebeschwerden, Geburt, Husten, koliken, Leberschwäche, Magenkrämpfe, Mundgeruch, nervöse Herzbeschwerden, Periodenkrämpfe, Reizmagen, Rheuma, Roemheld Syndrom, Völlegefühl, Zahnschmerzen, Verdauungsschwäche.

 

Verwendbare Pflanzenteile vom Kümmel:

Die Früchte, Blätter, Samen und Wurzel.

 

Kümmel Sammelzeit:

Juli bis August

   

Beliebte Kümmel Produkte:

Tee, Tinktur, Likör, Saft

 



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Rezept: Kümmel Tee selber machen

Kümmeltee: Zerstoßene getrocknete Kümmelfrüchte werden mit heißem Wasser übergossen. Die Tasse mit dem Tee wird abgedeckt und zehn bis fünfzehn Minuten ziehen gelassen. Stattdessen kann man auch zwei bis drei Tropfen Kümmelöl in Wasser geben.

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Rezept: Kümmel Likör selber machen

Likör: Kümmel wird mit einem hochprozentigen Branntwein übergossen. An einem warmen Ort zieht nun die sorgfältig verschlossene Flasche. Nach zehn Tagen wird das Destillat gefiltert und in einer dunklen Flasche kühl aufbewahrt.

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Rezept: Kümmel Tinktur selber machen

Tinktur: Eine Tinktur ist am aufwendigsten herzustellen. Dazu werden die getrockneten Kümmelfrüchte mit einem hochprozentigen Alkohol übergossen. Der Gehalt muss bei mindestens 70% liegen. An einem kühlen Ort wird die gut verschlossene Flasche sechs Wochen gelagert und täglich einmal durchgeschüttelt. Danach wird alles gefiltert. Der aufgefangene durchfeuchtete Kümmel wird in einem Leinentuch ausgepresst. Der so erhaltene Saft wird dem Destillat wieder zugefügt. Nun bleibt alles noch einmal fünf Tage dunkel und kühl stehen. Danach wird alles durch einen Kaffeefilter gegossen, um eine reine Tinktur zu erhalten, in eine dunkle Flasche gefüllt und kühlt aufbewahrt.

 

Saft: Aus den getrockneten kleinen und harten Kümmelfrüchten selbst einen Saft herzustellen, ist sicher nicht so einfach. Eine Möglichkeit wäre ähnlich wie bei der Tinkturherstellung zu verfahren. Der einfachere Weg wäre wahrscheinlich der Gang in die Apotheke oder ins Reformhaus.

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