Mistel Viscum Album - Heilkräuter & Heilpflanzen

Die Mistel - eine wertvolle Heilpflanze am Wegesrand!

Mistel Heilwirkung - die medizinische Wirkung sowie deren Anwendung, Herkunft, die verwendbaren Pflanzenteile, Erntezeit, Rezepte, Inhaltsstoffe und die richtige Zubereitung!

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Heilpflanze Mistel (Viscum album) - verkanntes Heilmittel mit vielen Vorteilen!

Mistel - wundersame Pflanze zwischen Glücksbringer, Kult und Hexenwerk!

Es gibt nur wenige Pflanzen, die ähnlich wie die Mistel mit Tugenden, Symbolgehalt und Magie überfrachtet wurden wie gerade die Mistel. Ohne Wurzeln, wachsen Misteln als Schmarotzer auf Laubgehölzen. Ihre Vorliebe gehört den Pappeln, Weiden, Weißdorn, Birken, Haselsträuchern, Linden, Robinien, Ahorn, der Hainbuche und sogar den Apfelbäumen. Sie wirken wie runde Kugeln und sind besonders auffällig zu sehen, wenn im Winter die Bäume kahl sind und die grünen Mistelkugeln von den Ästen herab leuchten. Mit ihren Saugrüsseln bohren sie sich tief in den Ast und den Baumstamm und plündern den Saft aus dem Wirt, auf dem sie leben. Eine Eigenart der Mistel ist auch, dass ihre Samen nicht von einer Schale ummantelt sind, sondern eine klebrige Schicht aus Cellulose, Hemicellulosen und Pektinen umschließt die Samen. Den Vögeln, die diese nahrhaften Schleimauskleidungen lieben, werden die Samen verteilt, indem die Schleimhäute von den Vögeln gefressen werden. Die klebrigen Teile werden zum Teil bereits an den Ästen abgestreift und die unverdaulichen Bestandteile werden durch den Vogeldarm wieder ausgeschieden und geraten so in den unendlichen Kreislauf der Natur von gefressen werden und neuem Leben.

 

Die Mistel zwischen Mythen und Wahrheit

In der Volksheilkunde spielen die Misteln nicht nur bei den Druiden aus Asterix Zeit eine bedeutende Rolle. Bei den Kelten galten die Misteln als Wesen zwischen Himmel und Erde, zwischen Tod und Leben. Der Sage nach tötet ein Mistelzweig den Sonnengott zur Sommersonnenwende, wenn die warme Jahreszeit sich zur zweiten Jahreshälfte neigt und in die kalte, unwirtliche Jahreszeit übergeht. Dagegen erweckt ein Mistelzweig den Sonnengott aus dem Schoß der Erde zur Wintersonnenwende zur Weihnachtszeit, wenn die Jahreszeit sich wieder erwärmt und zum Sommer hingeht. Aus diesem Glauben hat sich auch der - eigentlich keltische - Brauch entwickelt, zur Weihnachtszeit einen Mistelzweig über der Türschwelle aufzuhängen. Begegnen sich Mann und Frau unter dem Mistelzweig, dürfen sie sich küssen und auf diese Weise werden sie von der kosmischen Fruchtbarkeit begünstigt. Selbst das "einfache Volk" kannte bereits die Wirkung der Mistel. Ein altes Kräuterbuch gibt Rezepte anheim, wie Frauen den Saft der Mistel einsetzen können, um Schwangerschaften zu begünstigen. Sowohl Kräuterpfarrer Kneipp, als auch Maria Treben und Hildegard von Bingen empfahlen den Saft aus jungen Mistelzweigen für die verschiedensten Frauenleiden und Frauenkrankheiten. Pfarrer Kneipp schrieb in seinen Aufzeichnungen: "Den Müttern kann ich die Mistel nicht genug ans Herz legen, sie mögen recht gute Bekanntschaften mit ihr machen." So reihen sich Heilkunde, Märchen und Mythen aneinander und warten darauf, beizeiten wiederentdeckt zu werden. Volkstümlich und abhängig von der jeweiligen Region, tragen die Misteln verschiedene Namen, beispielsweise Donnerbesen, Druidenfuß, Hexenbesen oder auch Hexenkraut. Harmlos dagegen sind die Namen wie Wintergrün, Bocksbutter, Vogelkraut und Kreuzholz.

 

Hier findet man die geheimnisvollen Baumbewohner

Über die ganze Welt verteilt kennt man 1100 Arten, die man als Mistel bezeichnet. Da die Mistel sich besonders in warmen Klimazonen wohlfühlt, kennen wir in Europa lediglich zwei Arten. Rund um das Mittelmeer kommt die Mistel mit roten Beeren vor. Dagegen fühlen sich die Misteln mit den weißlichen Beeren auf den Laubbäumen, Sträuchern und Obstbäumen in den Alpenländern, bis etwa 1200 Metern Höhe und im westlichen Europa heimisch. Buchen und Eichen werden von Misteln verschont. Die kalten Wintertemperaturen auf den Alpengipfeln und in Nordeuropa mögen Misteln nicht. Obstbäume lieben die kleinen Schmarotzer und das führt inzwischen dazu, dass die Mistel auf Streuobstwiesen gar nicht gern gesehen ist. Sie kann ganzen Obstplantagen zur Gefahr werden, wenn sie zu massiv auftritt. Um die jungen Bäume zu schützen und nicht den Bestand an Obstbäumen zu gefährden, ist es inzwischen erlaubt, die eigentlich geschützte Mistel von den Obstbäumen zu entfernen. Dort, wo die Mistel den Lebensraum von Bäumen bedroht, beispielsweise im Münsterland und auf Tannen und Föhren im Alpenraum, wird regelmäßig eine Baumpflege durchgeführt und die Mistel auf ein gefahrloses Maß zurückgedrängt.

 

Die optimale Erntezeit der Mistel

Im September reifen die klebrigen weißen Beeren. Die belaubten Zweige der Mistel sollten aber schon vor der Beerenreife gepflückt werden. Sind bereits vereinzelte Beeren an den Zweigen, streift man sie ab. Zweige werden mit Beeren als Dekoration gepflückt, bzw. in der Weihnachtszeit traditionell unter dem Türrahmen aufgehängt. Entgegen mancher Meinung, steht die Mistel nicht unter Naturschutz, sondern eingeschränkt unter Artenschutz. Bei den Druiden galten in grauer Vorzeit die Regeln, die Mistelzweige nur mit einem goldenen Messer und nur in bestimmten Mondphasen abzuschneiden. Dazu bekleideten sich die Priester mit einem weißen Gewand und die Zweige wurden in weißen Tüchern aufgefangen. So feierlich geht die Ernte heute nicht mehr zu. Die Zweige werden ganz profan geerntet, in kleine Stücke gebrochen, getrocknet und bis zur Verarbeitung in Glasgefäßen aufbewahrt. Die Blätter werden auch getrocknet bis sie schrumpelig und lederartig sind. Der Geschmack ist leicht bitter. Die Beeren sind eine Lieblingsspeise für die Vögel, für die Menschen enthalten sie zu viel Giftstoffe.


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Wie steht es um die nachgesagte "göttliche" Wirkung, Heilwirkung und medizinische Wirkung der Mistel?

Auf das richtige Maß kommt es an, wie fast überall, aber besonders bei der Mistel, Eine zu starke Dosierung ist die Mistel giftig und führt zu allgemeinem Sensibilitätsverlust, zu fortschreitender Lähmung und zu Blutstauungen. Das Rückenmark wird gelähmt und wenn dann das Nervensystem und die Atemmuskulatur blockiert werden, bleibt das Herz stillstehen.

 

Das Spektrum der Hilfsbereitschaft der Mistel ist umfangreich!

Beachtet man aber die Besonderheiten der Mistel, ist sie beispielsweise zur Regulierung des Blutdrucks ein wertvolles und wirkungsvolles Mittel. Die moderne Medizin verleugnet nicht, dass bei hartnäckigen Kopfschmerzen. Krämpfen, Schwindel und Beklemmungsgefühlen, bei Angstzuständen und Herzstörungen die Heilkraft der Mistel ein probates Mittel ist. Selbst bei Anfällen von Angina pectoris, Atemnot und Herzklopfen überzeugt die Mistel mit ihrer Heilwirkung. Durch ihre Einwirkung gibt es kaum eine organische Störung, die sie nicht nachhaltig wohltuend beeinflussen kann. Beste Dienste werden ihr nachgesagt bei Nierenkoliken, Harnsteinen, Gicht und Rheuma. Die krampflösende Wirkung entfaltet die Mistel selbst bei Epilepsie, Asthma und hysterischen Anfällen.

 

Nicht alle Pflanzenteile der Mistel dienen dem Wohlbefinden!

Da besonders die Beeren gefährlich sind, ist es ratsam, nur die Zweige und Blätter der Pflanze zu Heilungszwecken zu verwenden. Die Zweige werden im Herbst und Winter geerntet, klein gebrochen und zu vielerlei Aufgüssen und Lotionen verwendet. Die Blätter sind schrumpelig und lederartig, werden gemörsert und gern als Teeaufguss verwendet.

 

So hat man länger etwas von dem Mistelzweig

Misteln finden eben nicht nur Verwendung in Heilmedizin und Mystik. Als Dekoration ist ein Sträußchen oder ein hübsch dekorierter Kranz mit einzelnen Mistelzweigen ein toller Tischschmuck oder Schmuck im Türrahmen. Nur immer wieder Vorsicht und aufpassen, dass Kinder nicht an die Zweige oder Blätter kommen, das kann böse enden. Stellt man die Mistel in eine Vase, tendiert vermutlich jeder erst einmal dazu, die Vase mit Wasser aufzufüllen. Das ist allerdings völlig verkehrt. Dann fallen sowohl die Beeren als auch die Blätter ganz schnell an. In getrocknetem Zustand halten sich Misteln oft wochenlang und sogar monatelang und man hat lange Zeit einen dekorativen Schmuck.

 

Auf den Inhalt kommt es an!

Medizinisch erwiesen und durch Studien untermauert ist die Mistel und ein Extrakt aus der Mistel für mannigfache Krankheiten und Hauterkrankungen und Ekzeme ein Heilmittel mit sehr guten Erfolgen. Es sind inzwischen verschiedene biologisch aktive Inhaltsstoffe nachgewiesen und mittels Studien deren Heilkraft belegt, wie z.B. Acetylcholin, Alkaloide, Asparagin, Bitterstoffe, Cholin, Harz, Histamin, Inosit, Oleanolsäure, Pyridin, Saponine, Schleimstoffe und Spuren von Zink.
So binden beispielsweise Mischungen aus Glykoproteinen, die in der Mistel vorkommen mit Blutsubstanzen, wie Makrophagen und Leokozyten Tumorzellen an sich und hemmen deren Wachstum. Von großer Bedeutung sind die enthaltenen Lektine und Viscotoxine. Viscotoxine aus Misteln stärken die Immunabwehr. Viscumproteine haben die Eigenschaft Krebshemmend zu wirken. Immer vorausgesetzt, es wird in der richtigen Dosierung eingesetzt. Jedes Zuviel wirkt sich böse und kontraproduktiv aus.

 

Die Misteltherapie und der Volksglaube

Misteltee, aufgegossen aus getrockneten Blättern und jungen Zweigen, ab und zu aber auch aus den Früchten wird volkstümlich gegen Keuchhusten, Durchfällen und Gelenkerkrankungen verabreicht. Um Mistelschnaps herzustellen, mischt man getrocknete Mistelblätter und dünne Zweige mit Grappa und mit drei Kräutersorten. Nach einiger Zeit bekommt das Gebräu eine dunkelbraune Farbe mit spezifischem Geschmack und Geruch. Vielleicht ist das nicht jedermanns Lieblingsgetränk, man kann den Schnaps aber auch äußerlich verwenden und erkrankte Hautstellen damit einreiben.
Zauberkräfte a la Asterix hat der Wundertrank vermutlich nicht, aber auf Zeit eine heilende und wohltuende Wirkung, z. B. bei Verdauungsbeschwerden. Aus Erzählungen und alten Überlieferungen ist bekannt, dass sich Ordensfrauen und Mönche in den Klöstern intensiv mit der Herstellung und der Rezeptur von heilenden Tinkturen auch aus dem Mistelextrakt beschäftigt haben. Dabei wurden jeweils die getrockneten Blätter mit Zusätzen von Melisse, Schachtelhalm und Hirtentäschelkraut gemischt oder auch aus den dünnen, jungen Zweige der Mistel Absude gewonnen, aus denen dann zu Tinkturen hergestellt wurden. Die Mischung aus einem Teil getrockneter Mistelblätter und fünf Teilen Alkohol muss eine Woche ziehen, wird dann gefiltert und in kleine Fläschchen abgefüllt. Traditionell wurde empfohlen 3 x täglich 15 Tropfen in Wasser oder Tee vor dem Essen einzunehmen und damit Blutdruck, Arteriosklerose und Ohrensausen positiv zu beeinflussen. Auch die Funktion der Drüsen im Verdauungssystem, der Schilddrüse und der Bauchspeicheldrüse, Verstopfung, Blähungen und Gelbsucht wurden wirksam verbessert.

Heute gilt es nicht mehr, dass die Mistel die Pforten zur Unterwelt öffnet. Dagegen haben Hippokrates, Plinius, die Ärzte der Antike und Forscher im Bereich Homöopathie die Mistel entzaubert und zu einem anerkannten Heilmittel in der Medizin werden lassen.



Mistel Inhaltsstoffe und wie sie wirken!

Wichtige Inhaltsstoffe der Mistel sind:

 

  • Über 20 verschiedene Flavanoide
  • zirka 600 verschiedene Eiweißstoffe
  • Über 10 verschiedene Fette
  • Kalium
  • Phosphat
  • Alkaloid
  • Asparagin
  • Bitterstoffe
  • Harze
  • Histamin
  • Inositol
  • Oleanolsäure
  • Pyridin
  • Saponine
  • Schleim
  • Flavanoide
  • Peptide
  • Vitamin C
  • Tyramin
  • Viscalbin
  • Viscin
  • Viscotoxin
  • Xanthophyll
  • Zink

Die Wirkungsweise dieser Stoffe sind:

 

  • beruhigend
  • blutstillend
  • entzündungshemmend
  • harntreibend
  • krampflösend
  • tonisierend
  • Immunabwehr stärkend
  • aktiviert das Immunsystem
  • verbesserung Allgemeinbefinden
  • Schützt gesunde Erbsubstanz in Zellen vor schädlicher Einwirkung

Heilwirkung der Mistel bei:

Die Mistel hilft bei Bluthochdruck, Herzschwäche, beschleunigter Puls, Arteriosklerose, Ödeme, Fieber, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Magenschwäche, Bauchspeicheldrüsenschwäche, leichtes Diabetes, Gallenschwäche, Nervenschwäche, Kopfschmerzen, Schwindel, chronische Arthrosen, chronisches Rheuma, Gelenkentzündung, Wechseljahrsbeschwerden, Menstruationsbeschwerden, Gebärmutterschmerzen, Gebärmutterblutungen, Gebärmuttergeschwülste, Weissfluss, Epilepsi, Heuschnupfen, Krampfadern, Ekzeme, Geschwüre, eitrige Wunden, Krebs (therapiebegleitend).

 

Verwendbare Pflanzenteile der Mistel:

Blätter und Zweige

   

Mistel Sammelzeit:

Spätherbst, Winter und Frühling

  

Beliebte Mistel Produkte:

Tee, Tinktur, Likör, Creme, Saft

  



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1000 und eine Anwendungsform der Mistel

Innerlich unterstützt die Mistel den Körper mit Tee bei der Heilung so mancher Krankheiten und Gebrechen. Als Aufguss oder als Badezusatz wird die Mistel äußerlich zur Behandlung eingesetzt. Aber auch in Tablettenform oder als Lotion verrichtet die Mistel speziell in der anthroposophischen und homöopathischen Medizin ihren wirkungsvollen Dienst.

 

Die Zubereitung ist denkbar einfach

In der Hausmedizin für Aufgüsse, Kompressen, Absud, Verbände und Lotionen werden die Blätter und gebrochenen Zweige werden erst einmal getrocknet. Anschließend kommen auf eine Handvoll Blätter oder Zweige ein Liter Wasser und lässt diesen Sud über Nacht stehen. Für Kompressen kann man auch etwas Zucker dem Wasser beimengen. Will man einen Extrakt zubereiten, sollte die Mischung etwa sechs Stunden ziehen und das Wasser verdampfen, bis eine Sirup artige Flüssigkeit entsteht. Eine kleine Menge von diesem Extrakt wird dann zur äußerlichen Anwendung eingesetzt.

 

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